Für den Erfolg der Stottertherapie Ihres Kindes ist es unerlässlich, von Anfang an darauf zu achten, dass die vom Logopäden verordneten Übungen oder Sprechhilfen zu Hause konsequent angewendet werden.

Daneben haben wir hier einige nützliche Tipps, wie Sie Ihr Kind während der Behandlung seines Stotterns am besten unterstützen können.

Mein Kind stottert - Was sollten Eltern beachten? Mutter mit Kind

Mit unseren Tipps unterstützen Sie die Stottertherapie Ihres Kindes ideal.

Tipp 1: Stottert mein Kind? Achten Sie auf diese Anzeichen

Sollten Sie feststellen, dass Ihr Kind viele Wiederholungen, Dehnungen und Blockierungen beim Sprechen einbaut, ist es angeraten, logopädisch abklären zu lassen, ob Ihr Kind stottert. Die Dringlichkeit erhöht sich, sobald Sie bei Ihrem Kind zusätzlich ein Ankämpfverhalten (zunehmend verkrampfte Mimik, Sprechängste, häufiges Abwenden des Blickes) feststellen.

Tipp 2: Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck

Korrigieren Sie Ihr Kind nicht und kritisieren Sie nicht seine Sprechweise. Das verunsichert nur. Auch gut gemeinte Ratschläge wie „Atme erst mal tief durch“ verfehlen ihr Ziel meistens. Mehrere Fragen auf einmal können Ihr Kind zudem überfordern.

Aufgaben oder Spiele dagegen, die dem geistigen und sprachlichen Leistungsvermögen Ihres Kindes entsprechen, stärken sein Selbstvertrauen, wenn es diese erfolgreich bewältigen kann.

Tipp 3: Haben Sie Geduld

Nehmen Sie sich Zeit, damit Ihr Kind merkt, dass Sie ihm zuhören und eine ruhige Sprechsituation entstehen kann. Unterbrechen Sie Ihr Kind nicht beim Sprechen, sondern hören Sie ihm geduldig zu. Es soll Freude und nicht Frust beim Sprechen spüren.

Tipp 4: Seien Sie Ihrem stotternden Kind ein Sprechvorbild

Sprechen Sie nicht zu schnell, sondern mit kleinen Pausen zwischen den Sätzen. Achten Sie zusätzlich auf eine deutliche und angenehme Betonung.

Tipp 5: Machen Sie Stottern nicht zum Tabuthema

Wenn das Stottern Ihr Kind verunsichert, traurig oder ärgerlich macht, ist es Zeit, mit ihm darüber zu sprechen. Versuchen Sie klarzumachen, dass Stottern völlig in Ordnung und nicht peinlich ist.

Tipp 6: Informieren Sie Bezugspersonen über das Stottern

Erzieher, Verwandte, Eltern von Freunden und andere Personen, mit denen Ihr Kind viel zu tun hat, sind oft verunsichert, was den Umgang mit einem stotternden Kind angeht. Sie wissen am besten, was Ihrem Kind das Sprechen einfacher macht. Erzählen Sie anderen davon.

Tipp 7: Drängen Sie ältere Kinder nicht zu „ihrem Glück“

Ist Ihr Kind schon größer und im Jugendalter, kann es sein, dass das Stottern ihm sehr peinlich ist und es deswegen (noch) keine Therapie machen möchte. Dann sollten Sie nicht drängen oder nerven. Das führt nur zu Spannungen, die sich womöglich negativ auf das Stottern auswirken.

Über das Stottern sollten Sie sich aber dennoch informieren, um Ihr Kind besser zu verstehen. Schaffen Sie den Rahmen dafür, dass Ihr Kind selbst aktiv werden kann, indem Sie es unterstützen, soweit es selbst das möchte.

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