Lange Wege, mangelnde Mobilität und neue Umgebungen setzen uns unter Stress. Manche belastet das mehr, andere weniger. Dieser Stress kann die Fortschritte einer Therapie stark einschränken. Wie in vielen Heilberufen üblich führen deshalb auch Logopäden neben ihrer Arbeit in der Praxis oder Klinik Hausbesuche bei ihren Patienten durch. Das ist vor allem bei älteren Personen verbreitet, die beispielsweise an Demenz leiden.

Hausbesuch vom Logopäden

Hausbesuche gehören für viele Logopäden zum Berufsalltag. © shutterstock.com / Ocskay Bence

Für die meisten Patienten, die aus medizinischen Gründen nicht in der Lage sind, das Haus zu verlassen, werden Hausbesuche von der Krankenkasse bezahlt. Das betrifft vor allem Patienten mit neurologischen Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, ALS, einer Aphasie oder auch Schluckstörungen.

Eine alltagstaugliche und umfassende Therapie in den eigenen vier Wänden

Was sind die Vorteile von Hausbesuchen? Zunächst einmal hat das vertraute Umfeld einen positiven Effekt auf den Therapieverlauf. Entspannte Patienten, die sich nicht erst auf einen fremden Ort einlassen müssen, sind besser gelaunt und motivierter. Zudem wird den Patienten vor allem bei regelmäßigen Besuchen das sichere Gefühl, ja die Gewissheit gegeben, medizinisch um- und versorgt zu sein.

Zudem haben Logopäden beim Hausbesuch mehr Kontakt zu den Angehörigen. Das macht es einfacher, diese ausführlich zu beraten und in die Therapie einzubinden. Doch nicht nur die Zusammenarbeit mit den Angehörigen, sondern eventuell auch mit anderen Therapeuten ist am Wohnort des Patienten leichter umzusetzen. So kann eine optimale Versorgung und ganzheitliche Therapie vorangebracht werden.

Erst recht liefern Hausbesuche wichtige Informationen zum Wohnumfeld der Patienten. Vielleicht finden sich hier sogar unvermutete „Hilfsmittel“ und Gegebenheiten, die dem Patienten beispielsweise bestimmte therapeutische Übungen erleichtern können.

Haben Sie Erfahrungen mit Hausbesuchen? Hinterlassen Sie uns Ihre Meinung doch in einem Kommentar.