Die Kasseler Stottertherapie arbeitet nach dem Konzept des ‘Fluency Shapings’, also der Entwicklung einer flüssigen Sprechweise. Dafür wird das Sprechverhalten zuerst stark verändert und dann nach und nach an den Klang einer normalen Sprechweise angepasst.

Die Therapie wird bei Kindern ab sechs Jahren angewandt und eignet sich auch gut für Erwachsene.

Die Kasseler Stottertherapie besteht aus zwei Phasen. Am Anfang steht das 14-tägige Intensivtraining, das an einem der sechs Standorte in ganz Deutschland stattfindet. In einer kleinen Gruppe mit zwei bis drei Therapeuten wird zwei Wochen lang mit Hilfe verschiedener Übungen trainiert. Bei Kindern werden hier auch die Eltern miteinbezogen.

Die Inhalte in Kürze

  • Sprechübungen bereiten auf Alltagssituationen vor und umfassen zum Beispiel Rollenspiele
  • Ton- und Videoaufnahmen werden in der Gruppe besprochen und helfen, das eigene Sprechverhalten besser zu verstehen und zu beurteilen. Die Gruppendiskussion stärkt zudem die Kommunikation.
  • Alltagsübungen finden außerhalb der klassischen Therapiesituation statt und umfassen zum Beispiel Vorträge, Telefonate oder Interviews mit Passanten
  • Körperwahrnehmungs- und Entspannungsübungen helfen dabei, die Techniken leichter umzusetzen
Die neuen Sprechmuster sollen auch in das tägliche Leben übertragen werden. Die Nachsorgephase dauert etwa ein Jahr und festigt das Sprechverhalten. Dafür erhalten die Teilnehmer eine Übungssoftware für zu Hause und nehmen an Auffrischungskursen teil. Daneben gibt es Videokonferenz im Internet (‘Teletherapie’), um den Kontakt mit den Therapeuten zu gewährleisten.

Mittlerweile gibt es sogar ein Angebot, mit dem die gesamte Therapie online durchgeführt werden kann. Damit gibt es auch für Betroffene, die nur eingeschränkt mobil sind oder sehr weit vom Therapieort entfernt wohnen, die Möglichkeit, am Intensivtraining teilzunehmen.

Haben Sie Erfahrungen mit der Kasseler Stottertherapie gemacht? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar.